27.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Jugendportal SchülerVZ
Foto: nz screenshot
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Porno-Bilder, rechtsradikales Gedankengut und Anleitungen zum Gebrauch von Drogen sind auf dem Internetportal SchülerVZ keine Seltenheit. Die Betreiber sperrten bereits mehrere Foren.
Auf einem der beliebtesten Jugend-Portale im Internet sind pornografische und rechtsradikale Inhalte aufgetaucht. Foren verweisen unter Titeln wie «Anal aber egal» oder «SmPuffHuren» auf Hardcore-Porno-Seiten oder Internetauftritte von Punkbands mit explizit pornografischen Texten, wie das Hamburger Magazin «Stern» auf seiner Homepage am Freitag berichtete.
Daneben geben Mitglieder in Diskussionsgruppen auch Tipps, welche Schlafmittel man mit welchen Hustenpastillen mischen muss, um den besten Rausch zu bekommen. Auch Einträge wie «Hitler ist schon ok, nur das mit den Autobahnen war echt daneben», finden sich auf dem Portal.
Mehrere Mitglieder verwarntDie Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) reagierte alarmiert: «Wir sehen einen Verstoß gegen die geltenden Jugendmedienschutzgesetze», wurde Sabine Frank, Geschäftsführerin der FSM, zitiert. SchülerVZ habe «zugesichert, die vorliegenden Verstöße umgehend zu beheben».
Der Betreiber der Schülerseiten, die Berliner Holtzbrinck-Tochter StudiVZ, habe bereits über 100 Diskussionsgruppen von insgesamt 450.000 gesperrt und etwa 20 Mitglieder wegen jugendgefährdeter und unzulsässiger Inhalte verwarnt, hieß es weiter.
Das Jugendportal zählt etwa 890.000 Nutzer und richtet sich vorwiegend an Schüler ab zwölf Jahren. Es soll ihnen die Möglichkeit geben sich im Internet zu treffen und auszutauschen. Mit 30 Millionen Page Impressions im Monat ist das Portal nach eigenen Angaben die in Deutschland beliebteste Schüler-Seite im Internet. (nz)