netzeitung.deDas Jahr 2006 in der Medienbranche

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Springer-Hochhaus in Berlin (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Springer-Hochhaus in Berlin
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit einer Niederlage begann das Jahr für die Axel Springer AG - und endete mit einem Erfolg für eben jenen Verlag. Dazwischen gab es weitere Übernahmen und Zusammenschlüsse. .zwischentitel { font: bold 11px verdana, arial, helvetica, sans-serif; display: block; padding: 1px 3px 1px 3px; } 10. Januar: Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und später auch das Bundeskartellamt untersagen der Axel Springer AG die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat1 Media AG. Hauptsächliche Begründung: Das Haus Springer würde eine beherrschende Marktstellung erlangen. Im Februar sagt Springer den Kauf ab. 27. Januar: Eine Investorengruppe um den Briten David Montgomery übernimmt die «Hamburger Morgenpost». Das Kartellamt stimmt im Februar zu. Dem neuen Eigner BV Deutsche Zeitungsholding gehören bereits die «Berliner Zeitung» und der «Berliner Kurier». 12. April: Das Bundeskartellamt genehmigt die vollständige Übernahme von n-tv durch die RTL-Gruppe. RTL hielt wie CNN/Time Warner bereits 50 Prozent der Anteile an dem Nachrichtensender. Auch die KEK stimmt im Mai zu. 17. Juli: Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) («Express», «Kölnische Rundschau») teilt die Übernahme von 50 Prozent plus einer Stimme an der «Frankfurter Rundschau» mit. Verkäufer ist die Medienholding DDVG der SPD, die 40 Prozent des Kapitals behält. Der Frankfurter Karl-Gerold-Stiftung gehören noch zehn Prozent der Anteile. Rückwirkend zum Jahresbeginn übernimmt DuMont Schauberg im November alle Anteile am Bundesanzeiger Verlag. 14. August: Der Berliner Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter übernimmt den K.G. Saur Verlag in Berlin, der bereits im Vorjahr den Max-Niemeyer-Verlag (Tübingen) erworben hatte. Damit entsteht nach Firmenangaben «der größte geisteswissenschaftliche Verlag Kontinentaleuropas». 13. Oktober: Die Madsack-Gruppe («Hannoversche Allgemeine») beteiligt sich mit 51 Prozent am Verlag der «Gelnhäuser Zeitung». Das Bundeskartellamt gibt im November die Erlaubnis. 13. November: Springer will mit 27,4 Prozent beim Sender TV Berlin einsteigen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und das Bundeskartellamt haben den Handel noch nicht gebilligt. 14. Dezember: Die Mehrheit der TV-Gruppe ProSiebenSat1 geht an die Finanzinvestoren KKR und Permira. Bis zuletzt war der türkische TV-Konzern Dogan der schärfste Mitbieter. Das zweite Konsortium von Finanzinvestoren, Apax und Goldman Sachs, war früh aus dem Rennen. 19. Dezember: Der Axel-Springer-Verlag setzt sich im Kampf um die Schweizer Jean-Frey-Gruppe gegen die Konkurrenten Ringier und Tamedia durch. Der Medienkonzern kauft den 99,5-prozentigen Anteil des bisherigen Hauptaktionärs Tettamanti für 140 Millionen Schweizer Franken. (dpa)

10. Januar:
Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und später auch das Bundeskartellamt untersagen der Axel Springer AG die Übernahme der Sendergruppe ProSiebenSat1 Media AG. Hauptsächliche Begründung: Das Haus Springer würde eine beherrschende Marktstellung erlangen. Im Februar sagt Springer den Kauf ab.
27. Januar:
Eine Investorengruppe um den Briten David Montgomery übernimmt die «Hamburger Morgenpost». Das Kartellamt stimmt im Februar zu. Dem neuen Eigner BV Deutsche Zeitungsholding gehören bereits die «Berliner Zeitung» und der «Berliner Kurier».
12. April:
Das Bundeskartellamt genehmigt die vollständige Übernahme von n-tv durch die RTL-Gruppe. RTL hielt wie CNN/Time Warner bereits 50 Prozent der Anteile an dem Nachrichtensender. Auch die KEK stimmt im Mai zu.
17. Juli:
Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) («Express», «Kölnische Rundschau») teilt die Übernahme von 50 Prozent plus einer Stimme an der «Frankfurter Rundschau» mit. Verkäufer ist die Medienholding DDVG der SPD, die 40 Prozent des Kapitals behält. Der Frankfurter Karl-Gerold-Stiftung gehören noch zehn Prozent der Anteile. Rückwirkend zum Jahresbeginn übernimmt DuMont Schauberg im November alle Anteile am Bundesanzeiger Verlag.
14. August:
Der Berliner Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter übernimmt den K.G. Saur Verlag in Berlin, der bereits im Vorjahr den Max-Niemeyer-Verlag (Tübingen) erworben hatte. Damit entsteht nach Firmenangaben «der größte geisteswissenschaftliche Verlag Kontinentaleuropas».
13. Oktober:
Die Madsack-Gruppe («Hannoversche Allgemeine») beteiligt sich mit 51 Prozent am Verlag der «Gelnhäuser Zeitung». Das Bundeskartellamt gibt im November die Erlaubnis.
13. November:
Springer will mit 27,4 Prozent beim Sender TV Berlin einsteigen. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg und das Bundeskartellamt haben den Handel noch nicht gebilligt.
14. Dezember:
Die Mehrheit der TV-Gruppe ProSiebenSat1 geht an die Finanzinvestoren KKR und Permira. Bis zuletzt war der türkische TV-Konzern Dogan der schärfste Mitbieter. Das zweite Konsortium von Finanzinvestoren, Apax und Goldman Sachs, war früh aus dem Rennen.
19. Dezember:
Der Axel-Springer-Verlag setzt sich im Kampf um die Schweizer Jean-Frey-Gruppe gegen die Konkurrenten Ringier und Tamedia durch. Der Medienkonzern kauft den 99,5-prozentigen Anteil des bisherigen Hauptaktionärs Tettamanti für 140 Millionen Schweizer Franken.
(dpa)